Wissenswertes über SCHWARZKÜMMELÖL

SCHWARZKÜMMELÖL

„Schwarzkümmel heilt jede Krankheit außer den Tod.” Das wusste schon der Prophet Mohammed. In der islamischen Welt schätzt man die Pflanze daher besonders. Tatsächlich wird Schwarzkümmel seit über 2000 Jahren als Arznei verwendet. Die ältesten Berichte über seine Anwendung stammen aus dem Nahen Osten. In Kräuterbüchern aus dem 16. Jh. wird er als „Schwarzer Koriander” bezeichnet. Sein Öl hilft gegen viele Krankheiten und Leiden. Als Heilmittel aus der Natur ist es daher sehr beliebt. Vor allem kennt man es als Mittel gegen Allergien, hohen Blutdruck oder Schlafstörungen. Auch bei Krebs kommt es zum Einsatz.

Forscher haben die positive Wirkung von Schwarzkümmelöl bewiesen. Es gibt über 700 Studien, die das belegen. Eine Studie aus dem Jahr 2004 hat gezeigt, dass manche Inhaltsstoffe des Öls Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Auch im Kampf gegen Allergien hat sich seine Anwendung fest etabliert. Im Jahr 2010 versuchte Nestlé sogar, sie zu patentieren. Weitere Studien haben bewiesen, dass Schwarzkümmelöl auch das Wachstum von Krebszellen hemmen kann. Während der Chemotherapie lässt sich damit das Wohlbefinden des Patienten verbessern.

HERKUNFT UND GEWINNUNG

Der echte Schwarzkümmel ist ein Hahnenfußgewächs. Lateinisch heißt er Nigella sativa. Mit Kümmel oder Kreuzkümmel hat er nur den Namen gemeinsam. Botanisch verwandt ist er mit ihnen nicht. Die krautige Pflanze ist in Westasien, in der Türkei und im Irak zu Hause. Auch in Indien, Pakistan, Südeuropa und Nordafrika kommt sie vor. Sie wächst einjährig und wird 15-50 cm hoch. An ihren Stängeln wachsen ca. 2 cm lange gefiederte Blätter. Die Pflanze blüht von Juni bis Juli, ihre Blüten sind weiß bis hellblau. Nach der Blüte bildet sie braune Fruchtkapseln. In ihnen befinden sich kleine schwarze Samen, aus denen das Öl gewonnen wird.

Die Fruchtkapseln werden geerntet, wenn die Pflanze abstirbt. Zum Trocknen werden sie danach auf Tüchern ausgebreitet. Dann werden die Samen aus den Kapseln gelöst und gereinigt. Sie haben einen aromatischen Duft, der an Anis erinnert. Um das Öl zu gewinnen, werden die Samen des Schwarzkümmels gepresst. Weitere Zutaten braucht es dafür nicht. Man verwendet eine spezielle Ölpresse, die schonend arbeitet. Wichtig ist dabei, dass die Temperatur niedrig gehalten wird. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe am besten erhalten. Das so gewonnene Schwarzkümmelöl hat eine sehr dunkle Farbe. Es duftet intensiv und hat einen aromatischen Geschmack.

Inhaltsstoffe

Schwarzkümmelöl enthält etwa 1 % ätherische Öle. Auf den ersten Blick scheint das sehr wenig zu sein. Dennoch reicht es aus, um eine positive Wirkung zu entfalten und Beschwerden effektiv zu lindern. Die ätherischen Öle des Schwarzkümmels wirken desinfizierend und antioxidativ. Auch Infektionen durch Pilze kann man damit gut behandeln.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe:

Thymoquinon
Dieses ätherische Öl kann Allergien lindern. Oft verhindert es sogar ihre Entstehung. Auch den Blutzucker kann es senken.

Melanthin
Dieser Stoff gehört zu den Saponinen. Er kann Schleim lösen und Reize lindern. Er reinigt die Atemwege und eignet sich zur Behandlung von Husten. Auch bei Asthma kann er helfen.

Nigellon Semohiorpion
Dieser Bitterstoff tut den Atemwegen gut und lindert Hustenreiz. Er wird sogar bei Asthma und Keuchhusten verwendet.

Ungesättigte Fettsäuren
Etwa 60 % des Schwarzkümmelöls sind ungesättigte Fettsäuren. Sie sind für den menschlichen Körper sehr wichtig. Wir nehmen sie über die Nahrung auf und brauchen sie zum Überleben. Wenn unser Immunsystem schlecht arbeitet, brauchen wir besonders viel davon. Im Schwarzkümmel findet sich vor allem die Gamma-Linolensäure.

Essentielle Aminosäuren
Schwarzkümmel enthält auch essentielle Aminosäuren. Dazu gehören u. a. L-Arginin, L-Glycin, L-Phenylalanin und L-Tyrosin. Das sind wichtige Botenstoffe, ohne die der Körper nicht funktionieren kann.
L-Arginin regt die Durchblutung an. Der Organismus kann dann besser Sauerstoff aufnehmen. So hilft L-Arginin auch bei Problemen mit der Erektion. Allgemein braucht unser Körper essentielle Aminosäuren, um Muskeln aufzubauen und das Immunsystem zu stärken.

Vitamine und Mineralstoffe
Im Schwarzkümmel finden sich viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe:

• Vitamin A ist wichtig für Haut, Haare und Zellen.
• B-Vitamine und Folsäure steuern die Funktionen von Nerven und Gehirn.
• Biotin wird für Haut und Haare benötigt.
• Vitamin C wirkt antioxidativ und fördert die Aufnahme von Eisen.
• Vitamin E schützt vor freien Radikalen.
• Magnesium regt den Stoffwechsel an und stärkt Muskeln und Nerven.
• Selen hilft dem Körper bei der Entgiftung.

Schwarzkümmelöl kann auch Gifte enthalten. Es handelt sich dabei meist um Derivate von Terpen. Sie entstehen vor allem, wenn das Öl bei der Herstellung zu heiß wird. Kaufen Sie also nur kalt gepresstes Schwarzkümmelöl. Zwar finden sich auch dort Spuren des Giftes, aber nur in winzigen Mengen. So können Sie das Öl ohne Bedenken anwenden. Es schadet der Gesundheit nicht und hat keine Nebenwirkungen.

Kalorien und Nährwerte

100 g Schwarzkümmelöl enthalten:

  • Kalorien 896 kcal
  • Fett 100 g
  • Gesättigte Fettsäuren 16 g
  • Ungesättigte Fettsäuren 84 g
  • Einf. unges. Fettsäuren 25 g
  • Mehrf. unges. Fettsäuren 59 g
  • Cholesterin 0 mg
  • Natrium 0 mg
  • Kohlenhydrate 0 g
  • Ballaststoffe 0 g
  • Zucker 0 g
  • Protein 0 g

Der Rauchpunkt liegt bei 90 °C.

Wirkung und Nutzen

Damit Schwarzkümmelöl gut wirken kann, muss man es regelmäßig nehmen. Seine Wirkweise hat ein breites Spektrum. Es hilft bei Allergien und stärkt das Immunsystem. Der Körper kann Infekte dann besser abwehren. Auch zur Verbesserung des allgemeinen Befindens trägt das Öl bei. Außerdem kann es den Blutdruck senken.
Schwarzkümmel reguliert auch den Insulinhaushalt im Körper. Der Blutzucker steigt dadurch nach dem Essen weniger an. Für Patienten, die an Diabetes Typ 2 leiden, ist das besonders wichtig.

Auch chronisch Kranke können mit Schwarzkümmelöl viel erreichen. Es kommt z. B. in der Schmerztherapie zum Einsatz. Eine Studie des amerikanischen Instituts Sloan Kettering belegt seine Wirkung gegen Krebs. Das Öl eignet sich auch zur Anwendung auf der Haut bei Akne und Neurodermitis.
Es gibt noch viele weitere Bereiche, in denen Schwarzkümmel helfen kann. Wichtig ist nur, dass er regelmäßig eingenommen wird. Als natürliches Heilmittel hilft er Menschen und Tieren.

anwendungsbereiche FÜR DEN MENSCHEN

SCHWARZKÜMMELÖL GEGEN ASTHMA

Es gibt 2 Arten von Asthma. Beim allergischen Asthma reagiert der Körper auf Reize, die für andere harmlos sind. Die Bronchien krampfen und es kommt zu akuter Atemnot. Der Zustand ist kritisch und kann zum Tod führen. Auch beim intrinsischen Asthma verkrampfen die Bronchien. Zudem bildet sich dabei meist viel Schleim. Ausgelöst wird es durch Infekte oder Umweltreize wie Rauch, Smog oder Staub. Auch eine Reaktion auf Medikamente kann die Ursache sein.

Bei beiden Formen hilft Schwarzkümmelöl. Es enthält eine 3-fach ungesättigte Fettsäure, die der Körper zur Produktion von Prostaglandin braucht. Das ist ein Hormon, das die Bronchien weitet und entspannt. Wenn Sie Schwarzkümmel regelmäßig anwenden, spüren Sie bald die positive Wirkung. Die Bronchien werden weiter und der gesamte Organismus wird gestärkt. Beim intrinsischen Asthma spielt auch das im Öl enthaltene Melanthin eine Rolle. Es löst den Schleim und macht die Atemwege frei.

Schwarzkümmelöl wirkt schnell und hilft auch bei akuten Anfällen von Asthma. Nimmt man es 3-6 Monate lang regelmäßig ein, können die Symptome sogar ganz verschwinden. Der Bildung neuer Allergien beugt die Einnahme vor.

SCHWARZKÜMMELÖL GEGEN HEUSCHNUPFEN

Im Frühling kämpfen viele Menschen mit Heuschnupfen. Sie reagieren allergisch auf Pollen. Ihre Augen röten sich, tränen und jucken. Ihre Nase läuft oder ist verstopft. Oft haben sie auch Niesanfälle oder asthmatische Beschwerden.
Gegen all diese Symptome hilft Schwarzkümmelöl. Bei regelmäßiger Anwendung kann es sie mildern oder ganz beheben. In einer Studie hat das Öl bei 70 % der Teilnehmer die Symptome stark reduziert.
Auch hier spielt die antiallergische Wirkung des Öls eine Rolle. Die enthaltene Gamma-Linolensäure sorgt dafür, dass der Körper Prostaglandin produzieren kann. Dieses Hormon reguliert das Immunsystem und reduziert so die Symptome. Schwarzkümmelöl hemmt außerdem Entzündungen, löst Schleim und beruhigt die Atemwege.

Anwendung
Bei einem akuten Anfall von Heuschnupfen nehmen Sie reines Schwarzkümmelöl ein. Reiben Sie auch etwas davon in die Haut um Augen und Nase. Alternativ geben Sie 1-2 Tropfen in heißes Wasser und atmen den Dampf ein. Schon nach kurzer Zeit verspüren Sie Linderung.

SCHWARZKÜMMELÖL GEGEN BLUTHOCHDRUCK

Immer mehr Menschen leiden unter hohem Blutdruck. Eine der häufigsten Ursachen dafür ist Stress. Falsche Ernährung kann ebenfalls dazu beitragen. Auf Dauer birgt ein hoher Blutdruck jedoch viele Risiken. Er belastet Herz und Gefäße. Auch Gehirn, Augen und Nieren kann er schädigen. Im schlimmsten Fall kann es zum Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen.
Schwarzkümmelöl hilft, den Blutdruck zu regulieren. Um eine gute Wirkung zu erzielen, nehmen Sie täglich 3 TL davon ein. Die Anwendung kann auch vorbeugend erfolgen.

SCHWARZKÜMMELÖL GEGEN BLÄHUNGEN

Zu viel Gas im Darm führt zu schmerzhaften Blähungen. Ursache können Bakterien sein, aber auch Ballaststoffe oder Unverträglichkeiten. Bei Babys entstehen Blähungen, wenn sie beim Saugen Luft schlucken.

Schwarzkümmelöl wirkt krampflösend und hemmt Entzündungen. Im Orient wird es seit Jahrtausenden gegen Magen- und Darmprobleme eingesetzt. Es hilft bei Sodbrennen, Durchfall und Blähungen. Nehmen Sie bei Bedarf 2-3 TL davon ein. Für Kleinkinder ist das Öl zu intensiv. Brühen Sie ihnen stattdessen einen Tee aus den zerstoßenen Samen des Schwarzkümmels.

SCHWARZKÜMMELÖL ZUR PFLEGE DER HAUT

Schwarzkümmelöl eignet sich gut zur Pflege der Haut. Es gibt der Haut Feuchtigkeit und versorgt sie mit Vitalstoffen. Es hemmt die Bildung von Falten, beruhigt die Haut und hilft bei Ekzemen. Außerdem fördert es die Erneuerung der Zellen. Als Teil einer Gesichtsmaske kann es die Produktion von Talg regulieren. Äußerlich angewendet schützt Schwarzkümmelöl die Haut vor Bakterien und Pilzen.

SCHWARZKÜMMELÖL GEGEN AKNE

Akne entsteht, wenn die Haut zu viel Talg produziert. Es können sich Bakterien darin einnisten und Entzündungen auslösen. Oft bleiben davon unschöne Narben zurück. Die Neigung zu Akne ist genetisch bedingt. Vor allem Jugendliche haben damit zu kämpfen, während sich der Hormonhaushalt umstellt. Erwachsene können jedoch auch betroffen sein. Manchmal wird Akne auch durch Stress, Allergene, Medikamente oder Umweltreize ausgelöst. Für viele Betroffene ist sie eine große psychische Belastung.

Schwarzkümmelöl kann hier helfen. Es desinfiziert die Haut und verhindert die Ausbreitung von Bakterien. So trocknen Pickel aus und bilden sich zurück. Der pflegende Effekt des Öls verhindert dabei die Bildung von Narben. Innerlich angewendet bringt der Schwarzkümmel die Hormone ins Gleichgewicht. Bei Stress wirkt er beruhigend auf den Organismus. Hormonell oder durch Stress bedingte Akne heilt er also von innen.

Um Ihr Hautbild anhaltend zu verbessern, wenden Sie Schwarzkümmelöl am besten täglich an. Nehmen Sie jeden Morgen 1 TL davon ein. Am Abend reiben Sie Ihr Gesicht mit dem Öl ein.

SCHWARZKÜMMELÖL GEGEN neurodermitis

Neurodermitis hat oft genetische Ursachen. Bei den Betroffenen ist die Barriere-Funktion der Haut eingeschränkt. Sie kann nicht genug Fett speichern und hat kaum Schutz gegen Umwelteinflüsse. Dadurch ist die Haut leicht reizbar und entwickelt schnell Allergien. Mit dem Juckreiz entsteht ein Teufelskreis: Durch Kratzen verletzt man die Haut und sie wird noch anfälliger für äußere Reize. Neurodermitis ist ein Leiden, das die Lebensqualität stark einschränken kann.

Studien bestätigen auch hier die heilende Wirkung von Schwarzkümmelöl. Bis zu 70 % der Betroffenen konnten damit eine klare Besserung erzielen. Wieder spielt dabei die Gamma-Linolensäure eine zentrale Rolle. Der Körper produziert mit ihrer Hilfe das Hormon Prostaglandin und kann so sein Immunsystem regulieren.
Insgesamt wird die Haut durch das Öl gestärkt und ist weniger anfällig.

Anwendung
Bei Neurodermitis sollten Sie jeden Tag 25 ml Schwarzkümmelöl einnehmen. Die Behandlung dauert 3-6 Monate.
Im Winter wird Neurodermitis durch die trockene Luft oft stärker. Beginnen Sie daher schon im Spätsommer oder im frühen Herbst mit der Einnahme.

SCHWARZKÜMMELÖL für die haare

Das Haar eines Menschen sagt viel über seine Gesundheit aus. Gesundes Haar glänzt und ist geschmeidig. Wenn Haare ausfallen oder brüchig werden, kann das viele Ursachen haben. Oft liegt ein Mangel an Vitalstoffen vor. Grund dafür ist meist eine falsche Ernährung. Auch durch hormonelle Schwankungen oder Stress kann es zu Haarausfall kommen. Störungen im Stoffwechsel oder bestimmte Medikamente können ebenfalls Ursache sein. Außerdem gibt es Krankheiten, die Haarausfall begünstigen.

Um zu wachsen, braucht das Haar Vitamine und Mineralstoffe. Schwarzkümmelöl ist eine gute Quelle dafür. Es regt die Durchblutung der Kopfhaut an. So fördert es den Haarwuchs und schützt die Haarwurzeln. Diese Wirkung kannte man bereits im Orient.

Anwendung
Für ein gesundes Wachstum Ihrer Haare nehmen Sie Schwarzkümmelöl regelmäßig ein. Die Einnahme muss über einen längeren Zeitraum erfolgen.
Bei brüchigem Haar arbeiten Sie nach dem Waschen etwas Öl in die Haarspitzen ein. Auch diese Anwendung muss regelmäßig erfolgen.

ANWENDUNGSBEREICHE FÜR die tiere


schwarzkümmelöl für hunde

Was für Menschen gut ist, hilft oft auch den Tieren. So kann auch Ihr Hund von der Wirkung des Schwarzkümmelöls profitieren. Es ist nicht giftig und hat keine Nebenwirkungen.
Viele Hunde leiden z. B. unter Allergien. Sie reagieren auf bestimmte Stoffe im Futter. Auch Pollen oder Sporen von Schimmel können Auslöser für ihre Symptome sein. Die Hunde haben dann Probleme beim Atmen oder Ekzeme auf der Haut.
Wenn Sie Ihrem Hund regelmäßig etwas Schwarzkümmelöl ins Futter geben, bessern sich die Symptome. Das Öl bremst bei ihm die Ausschüttung von Histamin. Allergische Reaktionen fallen dadurch schwächer aus. Auch auf die Atemwege Ihres Hundes wirkt das Öl positiv.

Wenn Ihr Hund unter Epilepsie leidet, kann Schwarzkümmelöl die Therapie unterstützen. Es reguliert die Symptome und mildert die Anfälle. Auch deren Häufigkeit geht zurück. Das Öl bessert epileptische Beschwerden auch beim Menschen. Verantwortlich für diese Wirkung ist das Thymoquinon im Schwarzkümmel. Dazu gab es 2011 in Indien eine Studie mit betroffenen Kindern. Sie zeigte, dass 1 mg Thymoquinon pro Tag und kg Körpergewicht die Anfälle deutlich reduzieren. Die Anwendung muss dafür über mehrere Wochen erfolgen.

Sie möchten Ihren Hund von Parasiten befreien? Geben Sie 8-10 Tropfen Schwarzkümmelöl in sein Trinkwasser. Flöhe und Zecken werden das Tier dann meiden. Auch Ekzeme und wunde Stellen können Sie mit dem Öl behandeln.
ACHTUNG: Bei Katzen darf das Öl nicht in dieser Dosis angewendet werden!

schwarzkümmelöl gegen zecken

Zecken sind in Europa sehr verbreitet. Sie können Mensch und Tier mit gefährlichen Krankheiten infizieren. Viele Leute denken, Zecken seien nur im Frühling und Herbst aktiv. In Wirklichkeit aber muss man ganzjährig mit ihnen rechnen. Vor allem für Hunde besteht somit Gefahr. Sie können sich mit Hunde-Malaria oder Borreliose anstecken.

Auch hier hilft Schwarzkümmel. Im Projekt “Jugend forscht” konnte ein Schüler aus Regensburg belegen, dass Schwarzkümmelöl Zecken fernhält. Er hatte seinen Hund damit behandelt und stellte fest, dass dieser kaum noch Zecken hatte. Die Wirkung ließ sich durch innerliche oder auch äußerliche Anwendung des Öls erzielen. Das heißt, man kann dem Hund das Öl ins Futter mischen oder sein Fell damit einreiben. Weitere unabhängige Untersuchungen kamen zum selben Ergebnis. Sie zeigten außerdem, dass Schwarzkümmelöl auch Mücken, Flöhe und Motten abhält.

Anwendung
Geben Sie Ihrem Hund etwa 1 mg Schwarzkümmelöl pro kg Körpergewicht. Alternativ können Sie ihm etwa 8 Tropfen des Öls ins Trinkwasser mischen. Auch die Fellpflege mit dem Öl hält Zecken fern.
ACHTUNG: Bei Katzen dürfen Sie Schwarzkümmelöl nicht in dieser Dosierung anwenden! Für sie sind ätherische Öle giftig.

schwarzkümmelöl FÜR PFERDE

Auch Pferde kann man mit kalt gepresstem Schwarzkümmelöl behandeln. Es gehört deshalb in jede Stall-Apotheke. Das Öl reguliert den Stoffwechsel und stärkt das Immunsystem der Tiere. Auch Pferden, die unter Bronchitis leiden, hilft es gut.
Es kommt vor, dass Pferde auf Staub vom Heu allergisch reagieren. Sie leiden dann unter einer Reizung der Atemwege. Wenn man ihr Futter befeuchtet und etwas Schwarzkümmelöl hinzufügt, klingt die Allergie ab. Die antibakterielle Wirkung des Öls macht das Futter außerdem haltbarer und bekömmlicher.
Schwarzkümmel hemmt Entzündungen. Bei älteren Pferden lässt sich damit auch Arthrose und Arthritis behandeln. Um Insekten fernzuhalten, verteilen Sie das Öl um die Augen und Ohren des Pferdes. Auch bei Irritationen der Haut oder kleinen Wunden tragen Sie etwas davon auf. Das tut Ihrem Pferd gut und fördert die Heilung. Zudem können Sie Schwarzkümmelöl auch zur Fellpflege nutzen. Hat das Tier Ekzeme (z. B. durch Insektenstiche), geben Sie etwas von dem Öl ins Futter. Die Ekzeme klingen dann schneller ab.
Auch Pferde können Erkrankungen des Stoffwechsels haben. So gibt es z. B. das Cushing-Syndrom oder das Equine Metabolic Syndrome. Schwarzkümmel reguliert in diesen Fällen die Insulin- und Cholesterinwerte. Das Pferd gewinnt so mehr Lebensqualität.
Dosierung: Ein Pferd, das 500-600 kg wiegt, erhält etwa 20 ml Schwarzkümmelöl pro Tag. Mischen Sie das Öl am besten ins Futter. Alternativ können Sie Schwarzkümmel als Samen (ganz oder geschrotet) oder in Form von Pellets geben.

schwarzkümmelöl kaufen

Darauf müssen Sie achten:

Beim Kauf von Schwarzkümmelöl sollten Sie auf die Qualität achten. Kaufen Sie stets kalt gepresstes Öl, denn es enthält die wenigsten Toxine. Möchten Sie ein besonders reines Produkt, dann kaufen Sie Öle aus biologischem Anbau. So vermeiden Sie die Belastung durch Pestizide und Fungizide.
Meist ist die Qualität eines Öls am Preis zu erkennen. Wird Schwarzkümmelöl zu günstig angeboten, ist das kein gutes Zeichen. Es wurde evtl. gestreckt und enthält unnötige Zusatzstoffe.

verkaufsformen von schwarzkümmelöl

bio schwarzkümmelöl

Der Schwarzkümmel dafür stammt aus biologischem Anbau. Er wird ohne Pestizide, Fungizide und künstliche Dünger produziert. Öle aus biologischem Anbau haben ein besonders starkes Aroma und schmecken sehr mild. Manche Köche verfeinern ihre Speisen damit.
Klassische Anbaugebiete für echten Schwarzkümmel liegen in Südeuropa, Nordafrika und Westasien. Als besonders wirksam gilt das Schwarzkümmelöl aus Ägypten. Die Pflanze wird dort in Oasen der Arabischen Wüste angebaut.

Unsere Tipps:
Nicht überall, wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Achten Sie daher beim Kauf auf unabhängige Bio-Zertifikate.
10-25 Tropfen entsprechen etwa 450-500 mg Schwarzkümmelöl. Das ist auch die empfohlene Tagesdosis bei Allergien.

schwarzkümmelöl in kapseln

Das Öl ist auch in Form von Kapseln erhältlich. Wer Schwarzkümmelöl regelmäßig einnehmen will, ist damit gut bedient.
Manchen Menschen schmeckt Schwarzkümmel nicht. Wer trotzdem seine positive Wirkung nutzen möchte, für den sind Kapseln ideal. Die Vorteile liegen auf der Hand:

1) Kapseln sind praktisch für unterwegs.
2) Kapseln lassen sich perfekt dosieren.
3) Wer den Geschmack von Schwarzkümmel nicht mag, tut sich mit Kapseln leichter.

Am Anfang der Behandlung mit Schwarzkümmelöl kann es zu Aufstoßen kommen. Auch das lässt sich mit der Einnahme von Kapseln vermeiden. Nehmen Sie 1-2 Kapseln pro Tag vor dem Essen mit etwas Wasser ein.

Wir empfehlen, Kapseln mit Schwarzkümmelöl nur in Bio-Qualität zu kaufen. Das Produkt sollte das Zertifikat eines anerkannten Instituts haben. So erwerben Sie garantiert ein hochwertiges Mittel zur Nahrungsergänzung.

schwarzkümmelöl in der KÜCHE

Schwarzkümmel als Samen wird in vielen Ländern zum Kochen und Backen verwendet. Sein Geschmack erinnert ein wenig an Sesam mit einer Note von Kreuzkümmel. Gerne streut man ihn z. B. auf Fladenbrot. Er intensiviert das Aroma und regt die Verdauung an. Bei eingelegtem Gemüse verlängert er die Haltbarkeit. Geben Sie dafür 1 TL Samen mit ins Einmachglas.